Wie sieht eigentlich ein Radio von innen aus?
veröffentlicht am 26. Juni 2013

Müllprojekt in der Kita Zwergenvilla in Wachow

 

Das gute Pädagogik nicht immer teure 130626_Müllprojekt2Lehrmittel benötigt, beweist das Müllprojekt der Kita Zwergenvilla. Im ersten Halbjahr haben die Kinder der Wachower Kita unzählige Alltagsgegen-stände und Verpackungen auseinander-genommen, erforscht und neu zu- sammengesetzt. Ganz selbstverständ- lich haben sie dabei gelernt wie man mit Rohstoffen nachhaltig und verant- wortungsbewusst umgeht.

 

Im ersten Halbjahr wurden die von den Wachower Kindern genutzten Abfallprodukte im Rahmen des Müllprojektes neu entdeckt. Mit viel Phantasie sind ganz neue und spannende Dinge entstanden. Zum Beispiel wurde aus der leeren Milchpackung eine Laterne, der Joghurtbecher verwandelte sich in ein tolles Musikinstrument und die alte Socke mutierte zur Handpuppe. Das Hopsen auf einer alten Matratze schult Koordination, Körpergefühl und Gleichgewicht – so macht angewandte Motopädagogik Freude.

 

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Und wie sieht eigentlich ein Toaster oder ein Radio von innen aus?

 

Begeistert hantierten die Minihandwerker mit Schraubenzieher, Schere, Klebstoff und Co. Dabei wurde die Fingerfertigkeit geschult. Kreativität muss man den Knirpsen gar nicht erst beibringen. Nachdem die Mechanik des Toasters eingehend studiert wurde, entstand ganz nebenbei aus den Einzelteilen eine Brücke für die Spielzeugautos. Aus der Abdeckung des Lautsprechers eines alten Radios wurde von den Kindern ein Motorboot entwickelt.

 

Dass das Lernen hier Freude bereitet, kann man gut nachvollziehen. Die Wachower Kita will jetzt die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Projekt in den Alltag übernehmen. Vor allem soll der handwerkliche Bereich weiter ausgebaut werden, um künftig mit vielen einfachen Mitteln die ureigene Neugier der Kinder zu fördern.