Run blieb aus
veröffentlicht am 8. August 2013

Rechtsanspruch auf Kitaplatz ohne größere Auswirkungen

 

Seit dem 1. August hat jedes Kind einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz. In den Einrichtungen und bei den 40 kooperierenden Tagespflegemüttern und -vätern der Kinderwelt blieb jedoch die Nachfrage gleichbleibend.

 

„Brandenburg hat genügend Kita- und Tagespflegeplätze, um den Großteil der Nachfragen abdecken zu können. Der Rechtsanspruch hat sich daher bei uns nicht gravierend bemerkbar gemacht“, konstatiert Gerald Siegert, Geschäftsführer der Kinderwelt GmbH.

 

Laut dem Träger sei das festgeschriebene Recht auf eine Betreuung sehr begrüßenswert, wichtig sei jedoch auch ein Ausbau der Qualität und des Betreuungsschlüssels in Brandenburg. „Beides kostet Geld, doch die Kommunen brauchen deutlich mehr, um eine anspruchsvolle Betreuung garantieren zu können. Wir tun unser Bestes, um mit den zu Verfügung stehenden Mitteln hohe Qualität bieten zu können, aber gerade in Personal und Ausstattung haben die Träger stark zu kämpfen“, fügte Gerald Siegert hinzu.

 

Der Betreuungsschlüssel wird durch das Bundesland vorgegeben. Brandenburg liegt laut Statistischem Bundesamt bei 1 zu 6,2, während das Saarland mit einem Schlüssel von 1 zu 3,2 deutlich besser ausgestattet ist. Jedoch hat kaum ein Bundesland eine so gute Betreuungsquote wie Brandenburg. In kaum einem anderen Bundesland werden so viele Kinder betreut. Die Mehrheit der Eltern können dadurch Beruf und Familie vereinen. Der neue Rechtsanspruch wird in Brandenburg daher kaum Auswirkungen haben. Andere Bundesländer sind nicht so gut vorbereitet.