Neue Aufgaben
veröffentlicht am 9. Januar 2012

Bundeskinderschutzgesetz zum 01.01.2012 in Kraft getreten

 

Das neue Bundeskinderschutzgesetz 2012 rückt die Rechte der Kinder in den Vordergrund und wird vor allem die Kinderbetreuungs- einrichtungen vor neue Aufgaben stellen. Das Gesetz steht für einen umfassenden, aktiven Kinderschutz, es soll sowohl Prävention als auch Intervention im Kinderschutz voran bringen und alle Akteure stärken, die sich für das Wohlergehen unserer Kinder engagieren – angefangen bei den Eltern, über den Kinderarzt oder die Hebamme bis hin zum Jugendamt oder Familiengericht.

 

„Wir haben (…) einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einem deutlich besseren Kinderschutz in unserem Land erreicht“, erklärt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, „Mit dem neuen Bundeskinderschutzgesetz knüpfen wir ein starkes und dichtes Netz, um Kinder künftig besser vor Misshandlungen und Vernachlässigung zu schützen. Wir setzen dabei gleichermaßen auf Intervention und Prävention.“

 

Die wichtigsten Punkte des Gesetzes sind:

  • Verbindliche Standards in der Kinder- und Jugendhilfe
  • Stärkung des Einsatzes von Familienhebammen
  • Verhinderung des „Jugendamts-Hopping“
  • Ausschluss einschlägig Vorbestrafter in der Kinder- u. Jugendhilfe
  • Regelung zum Hausbesuch
  • Befugnisnorm für Berufsgeheimnisträger
  • Frühe Hilfen und verlässliche Netzwerke schon für werdende Eltern

 

Das Gesetz wurde intensiv vorbereitet. Ein Jahr lang fand dazu ein Austausch mit Fachleuten aus der Praxis und Wissenschaft, aus Ländern, Kommunen und Verbänden statt. Es greift überdies wichtige Ergebnisse der Runden Tische „Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren“ und „Sexueller Kindesmissbrauch“ auf. Am 14.12.2011 wurde das Gesetz im Bundesrat bestätigt. Das Gesetz ist am 01.01.2012 in Kraft getreten.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesfamilienministeriums: www.bmfsfj.de.